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Pjotr Iljitsch Tschaikowski
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Pjotr Iljitsch Tschaikowski (russisch ĐŃŃŃ ĐĐťŃиĚŃ Đ§Đ°ĐšĐşĐžĚвŃкиК , wissenschaftliche Transliteration PĂŤtr IlâiÄ Äajkovskij; * 25. Apriljul. / 7. Mai 1840greg. in Wotkinsk, Russisches Kaiserreich; â 25. Oktoberjul. / 6. November 1893greg. in Sankt Petersburg, Russisches Kaiserreich), auch Pyotr Tchaikovsky, deutsch Peter Tschaikowsky oder Tschaikowski,cite-ref-1[1] war ein russischer Komponist. Bereits zu seinen Lebzeiten wurden viele seiner Werke international bekannt. Heute zählen sie zu den bedeutendsten der Romantik. In Russland gilt er heute als bedeutendster Komponist des 19. Jahrhunderts, obwohl er nicht der Gruppe der FĂźnf angehĂśrte, sondern die von westlichen EinflĂźssen geprägte Schule Anton Rubinsteins fortsetzte.
Zu Tschaikowskis bekanntesten Kompositionen zählen seine drei letzten Sinfonien, das Violinkonzert, sein erstes Klavierkonzert (1875, in b-Moll), die Ouvertßre 1812 und seine Oper Eugen Onegin. Mit Schwanensee, DornrÜschen und Der Nussknacker verfasste er zudem drei der berßhmtesten Ballette der Musikgeschichte.
Contents
⢠Leben
⢠1861â1871
⢠1871â1874
⢠1874â1877
⢠Krisenjahr 1877
⢠Letzte Jahre
⢠PlÜtzlicher Tod
⢠Werke
⢠Bßhnenwerke
⢠Orchesterwerke
⢠Kammermusik
⢠Klavierwerke
⢠Vokalwerke
⢠Rezeption
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben
FrĂźhe Jahre (1840â1861)
Pjotr Iljitsch Tschaikowski hat russische, franzĂśsische, deutsche und ukrainischecite-ref-2[2] Vorfahren. Er war der zweite Sohn des Oberstleutnants und Ingenieurs im Bergbauministerium Ilja Petrowitsch Tschaikowski, Leiter der Kamsko-Wotkinsk-EisenhĂźtte und Lehrer an der Dniproer Technischen Universität, und dessen zweiter Ehefrau Alexandra Andrejewna, geb. Assier, einer Enkelin des franzĂśsischen Bildhauers Michel Victor Acier, des kĂśniglich-sächsischen Modelliermeisters der Porzellanmanufaktur MeiĂen bei Dresden. Acier heiratete in Dresden seine aus Lauterbach gebĂźrtige Ehefrau und Tschaikowskis UrgroĂmutter Maria Christiana Eleonora Wittig. Die Mutter spielte Klavier und sang, brachte ihren Kindern Musik bei und sprach nur FranzĂśsisch mit ihnen. Väterlicherseits stammte er aus der ukrainischen Familie Tschajka. Sein GroĂvater Pjotr wurde in der Ukraine, in der Region Poltawa, geboren und änderte während seines Studiums an der Kiew-Mohyla Akademie den Nachnamen in Tschaikowski. Im russisch-osmanischen Krieg war er Regimentsarzt, dann Gärtner von Slobodskoi und Glasow im Gouvernement Wjatka. 1785 wurde er dem Adel der Provinz Kasan zugeteilt. Der UrgroĂvater des Komponisten, Fedir Opanassowytsch Tschajka (1695â1767), stammte aus Krementschuk, Ukraine, und diente im Myrhorod-Regiment des Saporoger Kosakenheeres des autonomen ukrainischen âKosakenstaatsâ.
Aus der Ehe gingen neben Pjotr die Kinder Nikolai, Alexandra, Ippolit (Hippolyt) und die Zwillinge Anatoli und Modest hervor. Tschaikowski erhielt auf seinen Wunsch hin mit vier Jahren Klavierunterricht. Ab dem Jahr 1844 beschäftigten Tschaikowskis Eltern die franzĂśsische Gouvernante Fanny DĂźrbach (1822â1901), welche einen groĂen Einfluss auf Tschaikowskis Entwicklung ausĂźbte und mit der er zeitlebens in Kontakt blieb.cite-ref-3[3] Tschaikowski schrieb zu dieser Zeit bereits Gedichte und wurde von Fanny DĂźrbach le petit Pouchkine (âder kleine Puschkinâ) genannt.cite-ref-buch-ilxfk6e2pp0c-275-4-0[4]cite-ref-buch-he-ip7mkb3ic-6-5-0[5]
Die erste Musik, die ihn prägte, kam von einem mechanischen Klavier, das sein Vater aus Petersburg mitgebracht hatte â der noch nicht einmal fĂźnf Jahre alte Peter war begeistert. Als seine Mutter ihn zum ersten Mal auf einem Klavier Tonleitern spielen lieĂ, konnte er schon ein StĂźck nachspielen, das er gehĂśrt hatte. Die Familie war erstaunt Ăźber sein Talent. Daher stellte der Vater Maria Paltschikowa ein, die seinem Sohn Klavierunterricht gab. Peter spielte vom Blatt bald besser als seine Klavierlehrerin.
Da die Eltern fĂźr ihren Sohn eine Karriere im Staatsdienst vorgesehen hatten, besuchte Tschaikowski von 1850 bis 1859 die Rechtsschule in Sankt Petersburg und war anschlieĂend im Justizministerium tätig. Eine musikalische Fortbildung während dieser Zeit gewährte er sich allein in privaten Klavierstunden beim aus NĂśrdlingen stammenden, nach Russland ausgewanderten Pianisten Rudolph KĂźndinger.cite-ref-6[6] Dieser notierte Ăźber Tschaikowski:
âEr war ohne Zweifel sehr talentiert, besaĂ ein feines GehĂśr und gutes Gedächtnis, daraus konnte man aber noch nicht folgern, dass aus ihm einst ein groĂer Pianist, geschweige denn ein berĂźhmter Komponist werden kĂśnnte [âŚ] Das einzige, womit er meine Aufmerksamkeit in etwas hĂśherem MaĂe fesselte, waren seine Improvisationen.â
In einem Punkt behielt KĂźndinger recht: Tschaikowski wurde nicht Pianist, denn dafĂźr reichten die insgesamt acht Jahre Klavierunterricht, die er als Kind und als angehender Musikstudent erhielt, nicht aus â nicht von ungefähr wurden seine Klavierkonzerte von anderen uraufgefĂźhrt.
Einflussnahme auf Tschaikowski vermutet man auch bei einem italienischen Gesangslehrer namens Luigi Piccioli. Von Bach und Mozart hielt dieser nichts, kannte sich aber hervorragend mit der italienischen Oper aus und veranlasste Tschaikowski zur VerĂśffentlichung seines ersten Werks, einer italienischen Kanzonette unter dem Titel Mezza notte.
1861â1871
Obwohl der Beamtenstatus Tschaikowski ein gutes Auskommen bot, das ihm ermĂśglichte, allerlei kostspieligen VergnĂźgungen nachzugehen, wurde er 1861 dieses Lebens ĂźberdrĂźssig. Er, der bis dahin nur Ăźber mittelmäĂige musikalische Kenntnisse verfĂźgt hatte, nahm das Musikstudium auf â ein Schritt, der nicht bei allen Familienmitgliedern auf Verständnis und Gegenliebe traf. Sein Onkel Peter Petrowitsch kommentierte: âDieser Peter. Dieser nichtsnutzige Peter! Nun hat er die Jurisprudenz mit dem Dudelsack vertauscht!â Und sein Bruder Modest notierte später in seinen Erinnerungen:
âOb die Ăbersättigung plĂśtzlich in ihm erwacht war â vielleicht unter dem Eindruck irgendeines uns unbekannt gebliebenen Ereignisses, oder ob sie sich nach und nach in seine Seele geschlichen hat, das weiĂ keiner, denn Peter Iljitsch hat sich durch jene schweren Stunden ganz allein durchgerungen. Seine Umgebung hat erst dann etwas davon bemerkt, als die Wandlung bereits vollzogen war.â
1862 trat Tschaikowski in das von Anton Rubinstein gegrĂźndete Petersburger Konservatorium ein. Rubinstein persĂśnlich unterwies ihn in Komposition und Instrumentation. Den theoretischen Unterricht erhielt Tschaikowski bei dem russischen Komponisten Nikolai Iwanowitsch Saremba. Mit groĂer Zielstrebigkeit versuchte er, die fehlenden Kenntnisse in Sachen Komposition aufzuholen. In einem Brief vom 4. Dezemberjul. / 16. Dezember 1862greg. schrieb er an seine Schwester:
âIch hatte dir schon geschrieben, dass ich die Theorie der Musik zu lernen begonnen habe und zwar recht erfolgreich. [âŚ] Ich fĂźrchte nur fĂźr meine Charakterlosigkeit; am Ende wird meine Trägheit siegen, wenn aber nicht, so verspreche ich dir, dass aus mir noch etwas werden wird. Zum GlĂźck ist es noch nicht zu spät.â
1866 wechselte er nach Moskau. Bei Anton Rubinsteins Bruder Nikolai Rubinstein fand Tschaikowski eine Bleibe. Dieser lieĂ den nunmehr mittellosen Musiker bei sich wohnen, ersetzte dessen abgetragenen Anzug durch neue Bekleidung und vermittelte ihm eine Stelle als Dozent am Moskauer Konservatorium.
In Moskau entstanden die ersten erfolgreichen Kompositionen, darunter die 1. Sinfonie und die Ouvertßre Romeo und Julia, die der Komponist Mili Balakirew angeregt hatte und in welcher Tschaikowski Elemente der Sonatensatzform verwendet. Auf Kritik an seinen Werken reagierte Tschaikowski zu der Zeit hÜchst sensibel: Die Opern Der Wojewode (1869 ohne die erhoffte Resonanz uraufgefßhrt), in der er, ähnlich wie die Mitglieder der Gruppe der Fßnf, eine typisch russische Musiksprache verwendete und russische Volkslieder zitierte, und Undina (Auffßhrung wurde abgelehnt) verbrannte er in Reaktion auf den Misserfolg sofort, verwendete jedoch später Teile aus Undina fßr seine nächste Oper Der Opritschnik. Zahlreiche Zeugnisse belegen, dass er zunehmend depressiv und neurotisch wurde. Seine geheim gehaltene Homosexualität war fßr ihn eine seelische Belastung.cite-ref-nzz-578306-7-0[7] Gleichwohl hätte es 1868 fast eine andere Wendung in seinem Leben gegeben: Nachdem er die Sängerin DÊsirÊe Artôt kennengelernt hatte, weihte er seinen Vater ein, sie heiraten zu wollen. Daraus wurde aber nichts, Freunde Tschaikowskis und die Mutter der Braut hintertrieben die Verbindung. 1869 gab Artôt einem spanischen Bariton das Ja-Wort.
1871â1874
1871 zog Tschaikowski bei Rubinstein aus. Er widmete sich weiterhin der Lehrtätigkeit am Moskauer Konservatorium und komponierte seine 2. Sinfonie sowie einige Opern, die auf geteilte Resonanz stieĂen. Die UrauffĂźhrung seiner Oper Der Opritschnik (âDer Leibwächterâ) 1874, in welcher ukrainische Volkslieder verwendet werden und die der englische Musikwissenschaftler Gerald Abraham im 20. Jahrhundert als âeine grĂźndliche Ăbersetzung von Meyerbeer ins Russischeâ bezeichnete, bereitete Tschaikowski Seelenqualen. Er schrieb an seinen SchĂźler Sergei Iwanowitsch Tanejew:
âDie Oper ist so schlecht, dass ich es bei den Proben nicht aushalten konnte und davonlief, um keinen Ton mehr zu hĂśren; in der Vorstellung war mir zumute, als mĂźsse ich versinken vor Scham.â
1874â1877
Die aus den Moskauer Jahren fßr sein Leben bedeutsamste Komposition ist das 1. Klavierkonzert op. 23 in b-Moll. Tschaikowski hatte es 1874 geschrieben und gleich seinem Freund Nikolai Rubinstein vorgespielt, dem es auch gewidmet sein sollte. Die Erschßtterung ßber die Reaktion Rubinsteins war so nachhaltig, dass Tschaikowski noch drei Jahre später in einem Brief an seine Mäzenin Nadeschda von Meck schilderte:
âIch spielte den ersten Satz. Nicht ein Wort, nicht eine Bemerkung ⌠Ich fand die Kraft, das Konzert ganz durchzuspielen. Weiterhin Schweigen. âNun?â fragte ich, als ich mich vom Klavier erhob. Da ergoss sich ein Strom von Worten aus Rubinsteins Mund. Sanft zunächst, wie wenn er Kraft sammeln wollte, und schlieĂlich ausbrechend mit der Gewalt des Jupiter Tonans. Mein Konzert sei wertlos, vĂśllig unspielbar. Die Passagen seien so bruchstĂźckhaft, unzusammenhängend und armselig komponiert, dass es nicht einmal mit Verbesserungen getan sei. Die Komposition selbst sei schlecht, trivial, vulgär. Hier und da hätte ich von anderen stibitzt. Ein oder zwei Seiten vielleicht seien wert, gerettet zu werden; das Ăbrige mĂźsse vernichtet oder vĂśllig neu komponiert werden.â
Rubinstein schlug vor, das Konzert komplett zu Ăźberarbeiten. Tschaikowski änderte nicht eine Note, schnĂźrte die Partitur zum Paket und schickte dieses dem Dirigenten und Pianisten Hans von BĂźlow, der dafĂźr bekannt war, âseine Programme mit moderneren Werken zu wĂźrzenâ.cite-ref-8[8] Hans von BĂźlow hatte gegen das Werk nichts einzuwenden und saĂ bei dessen UrauffĂźhrung 1875 in Boston selbst am Klavier. Die Resonanz des Publikums war Ăźberwältigend. Später änderte auch Rubinstein seine negative Meinung.
In dieser Zeit entstanden auch die 3. Sinfonie und das Ballett Schwanensee, das 1877 unter widrigen Umständen uraufgefĂźhrt wurde. Das musikalisch und tanztechnisch anspruchsvolle Ballett war von den AusfĂźhrenden des Moskauer Bolschoi-Theaters stark vereinfacht worden und fiel in dieser Form beim Publikum und der Kritik durch, wodurch es lange Zeit kaum und stets mit mäĂigem Erfolg aufgefĂźhrt wurde. Eine grĂśĂere Umarbeitung lehnte Tschaikowski stets ab. Das Werk wurde erst nach seinem Tod zu einem Klassiker des Balletts, ausgehend von einer richtungsweisenden Inszenierung von Marius Petipa, Lew Iwanow und Riccardo Drigo unter Autorisierung von Tschaikowskis Bruder Modest im Jahr 1895.
Ein Besuch der vom 13. bis 17. August 1876 dauernden ErstauffĂźhrung von Der Ring des Nibelungen in Bayreuth rief hĂśchstes Missfallen bei Tschaikowski hervor. Er schrieb an seinen Bruder Modest dazu unter anderem:
âDie AuftĂźrmung der kompliziertesten und ausgetĂźfteltsten Harmonien, die Farblosigkeit des Gesanges auf der BĂźhne, die unendlich langen Monologe und Dialoge, das Dunkel des Zuschauerraums, die Abwesenheit jeglicher Poesie, jeglichen Interesses der Handlung â alles das hat meine Nerven bis zum letzten Grade ermĂźdet. [...] Also das ist es, was die Reform Wagners erstrebt! FrĂźher war man bemĂźht, die Leute durch die Musik zu erfreuen â heutzutage jedoch quält man sie.â
â
Tschaikowski
In Bayreuth wurde es Tschaikowski zum ersten Mal bewusst, dass sein Ruf als Komponist Ăźber die Grenzen Russlands hinausreichte.
Krisenjahr 1877
1877 war das Jahr der schwersten inneren Krise des Komponisten. Anfang 1877 traf er erstmals Nadeschda von Meck (1831â1894). Sie war die reiche Witwe des Deutsch-Balten Karl von Meck, der 1876 gestorben war. Sie bewies groĂen Kunstsinn und unterstĂźtzte später auch Claude Debussy eine Zeit lang finanziell. Tschaikowski und Frau von Meck pflegten Ăźber Jahre hinweg eine innige Brieffreundschaft. Tschaikowski war aber stets darauf bedacht, Frau von Meck nicht zu treffen. Als es 1879 doch zu einer flĂźchtigen Begegnung bei einer Kutschfahrt kam, wich er ihr aus und sprach sie nicht an. Trotz der mehrfachen finanziellen UnterstĂźtzung durch Frau von Meck gab es immer wieder finanzielle Engpässe.
Während dieser Zeit hatte Tschaikowski auch eine romantische Liebesbeziehung mit Iosif Kotek, einem seiner ehemaligen Schßler am Moskauer Konservatorium, der als Privatmusiker bei Nadeschda von Meck angestellt war. In einem Brief an seinen Bruder Modest beschrieb Tschaikowski im Januar 1877 seine Gefßhle ausfßhrlich:cite-ref-buch-oa6lnw3chmkc-15-10-0[10]
âIch bin so verliebt, wie ich es lange nicht war⌠ich kenne ihn schon seit sechs Jahren. Ich habe ihn immer gemocht und war einige Male dabei, mich zu verlieben. [âŚ] Jetzt habe ich den Sprung gemacht und mich unwiderruflich ergeben. Wenn ich stundenlang seine Hand halte und mich quäle, ihm nicht zu FĂźĂen zu fallen [âŚ] ergreift mich die Leidenschaft mit Ăźbermächtiger Wucht, meine Stimme zittert wie die eines JĂźnglings und ich rede nur noch Unsinn.â
Ende April oder Anfang Mai 1877 erhielt Tschaikowski einen Brief von der ihm unbekannten Antonina Iwanowna Miljukowa, in dem sie behauptete, sie habe ihn bereits am Konservatorium getroffen. In weiteren Briefen drohte sie mit Selbstmord, falls er sie nicht treffen wĂźrde. Tschaikowski gab ihrem Drängen schlieĂlich nach, auch weil er ein gewisses Verständnis fĂźr ihre verzweifelte Liebe hatte und Mitleid fĂźr sie empfand. Von Biographen wird vermutet, dass Tschaikowski auch der Gedanke gefiel, durch eine Ehe mit einer Frau nach auĂen hin von seiner Homosexualität ablenken zu kĂśnnen. Am 6. Julijul. / 18. Juli 1877greg. fand die Hochzeit der beiden statt. Abgesprochen war, dass sie eine Ehe in geschwisterlicher Verbundenheit praktizieren wĂźrden. Die Beziehung währte jedoch kaum drei Monate. Es stellte sich heraus, dass sie nur ein Jahr am Konservatorium das Klavierspielen erlernt hatte und es ihr, nach Aussage ihres Lehrers, dem Professor Eduard Langer und Musikschriftstellers Nikolai Dimitriewitsch Kaschkin, vĂśllig an musikalischen Fähigkeiten und an Verständnis fĂźr Sinn und Inhalt der Musik mangelte.cite-ref-11[11]
Tschaikowski beklagte im Nachhinein, dass es keine Gemeinsamkeiten gab. Aus Antonia Iwanownas Erinnerungen geht hervor, dass seine Zuneigung zu ihr an den Einflßsterungen und Meinungen von Familie und Freunden zerbrach.cite-ref-12[12] Nach drei Wochen des häuslichen Zusammenseins soll sich Tschaikowski nachts an die Moskwa geschlichen haben und ins tiefe Wasser gegangen sein; er soll später wieder zurßckgekehrt sein und sein Durchnässtsein mit einem versehentlichen Sturz in den Fluss erklärt haben. Dieser Vorfall wird heute allerdings in den Bereich der Anekdote verwiesen. Tatsächlich litt der ohnehin labile Tschaikowski immens unter dem falschen Spiel. In einem späteren Brief gestand Tschaikowski:
âKaum war die Trauung vollzogen, kaum war ich mit meiner Frau allein geblieben und kaum hatte ich erkannt, dass uns das Schicksal untrennbar verbunden hatte, da begriff ich plĂśtzlich, dass ich nicht einmal Freundschaft, sondern im wahrsten Sinne des Wortes Widerwillen gegen sie empfand. Der Tod schien mir der einzige Ausweg, doch Selbstmord kam nicht in Frage.â
Die Auseinandersetzungen zwischen dem Paar und die Nachstellungen seitens Miljukowa nach der Trennung waren ein Alptraum fĂźr Tschaikowski. Gleichwohl wurde die Ehe nie geschieden.
Tschaikowski erholte sich von diesen Ereignissen in Kamjanka (heute Ukraine) auf dem Gut seiner Schwester und während eines fast einmonatigen Aufenthalts in Clarens am Genfersee. Dort entwickelte er zusammen mit Kotek sein einziges Violinkonzert. Auch dieses Werk stieĂ wie sein 1. Klavierkonzert auf Vorbehalte aus seinem Musikerumfeld, etwa vom als Solisten fĂźr die UrauffĂźhrung vorgesehenen Leopold Auer, der das Konzert als âunspielbarâ abqualifizierte. Erneut lieĂ sich Tschaikowski nicht beirren; die UrauffĂźhrung des Konzerts mit Adolph Brodsky als Solisten wurde zwei Jahre später in Wien zu einem groĂen Erfolg. Seine GĂśnnerin Frau von Meck stellte ihm in dieser Zeit eine Jahresrente von 6000 Rubel aus, was ihn finanziell unabhängiger machte. So konnte er es sich schlieĂlich leisten, seine Ernennung als russischer Vertreter an der Pariser Weltausstellung 1878 abzusagen und weitere Reisen, etwa nach Frankreich und Italien, zu unternehmen.
Der Musikkritiker
Ab 1871 begann Tschaikowski zusätzlich eine Tätigkeit als Musikkritiker. Seine Kritiken entsprachen häufig nicht den althergebrachten Einschätzungen. So meinte er ßber
âIch kann wohl sagen, dass ich Bach gern spiele, weil das Spielen einer guten Fuge unterhaltend ist, aber ich erblicke in ihm nicht ein groĂes Genie [âŚ]â (1879)cite-ref-helm-62-13-0[13]
⢠Ludwig van Beethoven:
âIch bin nicht geneigt, den Leitsatz von der Beethovenschen Unfehlbarkeit zu verkĂźndigen, und wenn ich auch nicht im geringsten seine groĂe historische Bedeutung leugne, so halte ich doch das bedingungslose und selbstverständliche Staunen Ăźber jedes seiner Werke fĂźr unangebracht. Aber unbestreitbar ist es, dass Beethoven in einigen seiner symphonischen Werke eine HĂśhe erreichte, auf der kein oder doch fast kein anderer Komponist neben ihm steht.â (1871)cite-ref-helm-62-13-1[13]
⢠Charles Gounod:
âGounods kĂźnstlerisches Schaffen ist fĂźr mich Ăźberhaupt ein Rätsel. Zweifellos ist der Faust mit groĂer Meisterschaft komponiert worden, die, wenn auch nicht genial, immerhin Eigenart verrät. Doch alles, was er nach dem Faust geschrieben hat, ist schwach, talentlos.â (1878)cite-ref-14[14]
⢠Franz Liszt:
âSeine Kompositionen lassen mich kalt; sie verraten mehr poetische Absichten als echte schĂśpferische Kraft, mehr Farbe als Form, mehr äuĂeren Glanz als inneren Gehalt, so ganz im Gegensatz zu Robert Schumann [âŚ].â (1881)cite-ref-15[15]
⢠Giuseppe Verdi:
âDieser Sohn des sonnigen SĂźdens hat viel an seiner Kunst gesĂźndigt, indem er die ganze Welt mit seinen abgeschmackten Leierkastenmelodien Ăźberflutete, aber vieles muss ihm verziehen werden um des unzweifelhaften Talents, der Innigkeit des GefĂźhls willen, die jeder der Verdischen Kompositionen eigen ist.âcite-ref-16[16]
Andere Komponisten wie Hector Berlioz, Joachim Raff, Georges Bizet, Alexander Borodin, Michail Glinka (âein Riese im Mäntelchen des Dilettantismusâ) sowie Edvard Grieg (âbesser als Johannes Brahmsâ) lobte Tschaikowski hingegen ausdrĂźcklich.cite-ref-17[17]
Edvard Grieg und seine Frau Nina unterhielten eine innige Freundschaft zu Peter Tschaikowski. Obwohl sich dessen klassischer Stil nicht mit dem von Grieg vergleichen lieĂ, entdeckten schon damals Kritiker eine Art âmusikalische Seelenverwandtschaftâ. In Frankreich sprach man gar von einer russischen und einer norwegischen Dominanz in der klassischen Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Letzte Jahre
Die Jahre 1878â1884 werden als schĂśpferisches Tief Tschaikowskis bezeichnet, obwohl er durch seine Verleger Mackar und Jurgenson gefĂśrdert wurde und weitere Werke schrieb. Ab 1879 entstanden unter anderem die Werke Die Jungfrau von OrlĂŠans, Capriccio Italien, das 2. Klavierkonzert G-Dur op. 44 (es wurde mit dem Pianisten Sergej Tanejew in Moskau uraufgefĂźhrt), die Konzert-Fantasie fĂźr Klavier und Orchester, die Oper Mazeppa und die Manfred-Sinfonie. Tschaikowskis bekannteste Oper, Eugen Onegin, wurde am 29. März 1879 im Moskauer Maly-Theater uraufgefĂźhrt.
Der soziale Wiederaufstieg Tschaikowskis begann 1884, als er nach einer Auffßhrung von Mazeppa von Zar Alexander III. den Wladimirorden vierter Klasse erhielt und zu diesem Zweck im März von Paris nach Russland zurßckkehren musste. 1887 entdeckte Tschaikowski sein Talent als Dirigent. Es folgten Konzerttourneen durch Europa, unter anderem auch in Hamburg, Berlin, Prag und London, später in Dresden, KÜln und Frankfurt am Main.cite-ref-18[18] Eine Auslandstournee fßhrte ihn 1891 nach New York, Philadelphia und Baltimore. Ab 1888 entstanden die 5. Sinfonie e-Moll op. 64, das Ballett DornrÜschen, die Ouvertßre Hamlet, die Oper Pique Dame und das Ballett Der Nussknacker.
Im Jahr seines Todes 1893 komponierte Tschaikowski das (unvollendete) 3. Klavierkonzert Es-Dur und die 6. Sinfonie h-Moll op. 74 PathĂŠtique, deren UrauffĂźhrung am 28. Oktober er noch selbst leitete.
PlĂśtzlicher Tod
âSeine Seelenstimmung war in den letzten Tagen weder ausschlieĂlich frĂśhlich noch besonders gedrĂźckt. Im Kreise seiner intimen Freunde war er munter und zufrieden, in Gesellschaft Fremder wie gewĂśhnlich nervĂśs und erregt und später erschĂśpft und welk. Nichts gab Anlass, an das Herannahen des Todes zu denken.â
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Modest Tschaikowski
Die Todesursache konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Es gibt zwei Auffassungen. Nach Aussagen von Juri Dawydow infizierte sich Tschaikowski mit der damals in St. Petersburg grassierenden Cholera, als er am 20. Oktober aus Unachtsamkeit in einem Restaurant ein Glas unabgekochten Wassers trank.cite-ref-kagr-19-0[19] Modest Tschaikowski erwähnt, dass sein Bruder am Folgetag ein Glas unabgekochtes Wasser zum Mittagessen getrunken hätte.cite-ref-kagr-19-1[19] Ein Argument gegen diese Erklärung ist, dass sich einige â mĂśglicherweise aber alkoholisiertecite-ref-kagr41-20-0[20] â Freunde mit einem Kuss auf die Lippen des Leichnams verabschiedet haben sollen, was wie der geĂśffnete Sarg des Toten einer typisch russischen Tradition entspricht, aber nur geschieht, wenn die Gefahr einer Infektion gering ist. Andererseits waren Wohnung und Leiche zuvor desinfiziert worden, und der Sarg wurde noch am selben Abend verschlossen.cite-ref-kagr41-20-1[20]
Nach der anderen ab 1979 von Alexandra Orlowa aufgestellten These hat sich Tschaikowski mit Arsen vergiftet, das mĂśglicherweise zusammen mit dem oben genannten Glas Wasser eingenommen wurde. Angeblich war er von einem âEhrengerichtâ, bestehend aus Mitgliedern der St. Petersburger Rechtsschule, an der er selbst studiert hatte, mit dem Hinweis auf seine Homosexualität aufgefordert worden, sich das Leben zu nehmen.cite-ref-21[21] Diese These verbreitete sich insbesondere im englischsprachigen Raum, zumal David Brown sie in seinem Artikel der Enzyklopädie The New Grove Dictionary of Music and Musicians Ăźbernahm.cite-ref-22[22] In der Tat Ăźberschneiden sich die Symptome einer Arsenik-Vergiftung zum Teil mit denen der Cholera. Allerdings wies Alexander Poznansky in seinem 1998 erschienenen Buch Ăźber Tschaikowskis Tod verschiedene Unstimmigkeiten dieser Theorie nach.cite-ref-23[23] Das Ergebnis seiner dokumentarischen Untersuchungen, wonach Tschaikowski an einer Urämie als Folge der asiatischen Cholera starb, wird heute von weiten Teilen der internationalen Tschaikowski-Forschung akzeptiert.cite-ref-24[24] Auch retrospektive medizinische Untersuchungen schlieĂen sich dieser Folgerung weitgehend an.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]
Sein Grab befindet sich auf dem Tichwiner Friedhof am Alexander-Newski-Kloster in Sankt Petersburg.
Werke
BĂźhnenwerke
Opern
⢠Der Wojewode (ĐОовОда), 1867/68, vom Komponisten vernichtet
⢠Undina (Ундина, auch Undine), 1869, nur Fragmente erhalten
⢠Der Opritschnik (ĐĐżŃиŃник, âDer Leibwächterâ), Oper in vier Akten nach Iwan Iwanowitsch Laschetschnikow (1870â1872; Libretto: P. Tschaikowski; UrauffĂźhrung: St. Petersburg 1874)
⢠Wakula der Schmied (ĐŃĐˇĐ˝ĐľŃ ĐакŃНа), Oper in drei Akten nach Gogol op. 14 (1874; Libretto: J. P. Polonski; UrauffĂźhrung: St. Petersburg 1876)
⢠Neufassung in vier Akten unter dem Titel Tscherewitschki (ЧоŃовиŃки) bzw. PantĂśffelchen oder Oksanas Launen (1885; UrauffĂźhrung: Moskau 1887)
⢠Eugen Onegin (ĐвгониК Đногин), Oper in drei Akten nach Puschkin op. 24 (1877/1878; Libretto: P. Tschaikowski und K. S. Schilowski; UrauffĂźhrung: Moskau 1879)
⢠Die Jungfrau von OrlÊans, Oper in vier Akten nach Schiller (1878/1879; Libretto: P. Tschaikowski; Urauffßhrung: St. Petersburg 1881)
⢠Die Zauberin (ЧаŃОдоКка, Tscharodeika), Oper in vier Akten nach Ippolit Wasiliewitsch Schpaschinski (1885â1887; Libretto: I. W. Schpaschinski; UrauffĂźhrung: St. Petersburg 1887)
⢠Pique Dame, Oper in drei Akten nach Puschkin op. 68 (1890; Libretto: M. und P. Tschaikowski; Urauffßhrung: St. Petersburg 1890)
Ballette
⢠Schwanensee, Ballett in vier Akten op. 20 (1875/1876; Libretto: Wladimir P. Begitschew und Wassili Geltzer; Urauffßhrung: Moskau 1877)
⢠DornrÜschen, Ballett in drei Akten nach Perrault op. 66 (Libretto: Iwan Alexandrowitsch Wsewoloschski; Urauffßhrung: St. Petersburg 1890)
⢠Der Nussknacker, Ballett in zwei Akten nach E. T. A. Hoffmann op. 71 (Libretto: Marius Petipa; Urauffßhrung: St. Petersburg 1892)
Schauspielmusik
⢠Musik zum Schauspiel Der falsche Dmitri und Wassili Schuiski von Ostrowski: Introduktion und Mazurka (1867)
⢠Musik zum Schauspiel Der Barbier von Sevilla von Beaumarchais (1872)
⢠Musik zum Schauspiel SchneeflÜckchen von Ostrowski op. 12 (1873)
⢠Musik zum Schauspiel Der Wojewode von Ostrowski: Monolog fßr Holzbläser, Harfe und Streichorchester (1886)
⢠Musik zum Schauspiel Hamlet fßr kleines Orchester op. 67a (1891)
Orchesterwerke
Sinfonien:
⢠1. Sinfonie g-Moll op. 13 âWinterträumeâ (1866)
⢠2. Sinfonie c-Moll op. 17 âKleinrussischeâ (1872)
⢠3. Sinfonie D-Dur op. 29 âPolnischeâ (1875)
⢠4. Sinfonie f-Moll op. 36 [âFatumâ] (1877)
⢠Manfred-Sinfonie h-Moll op. 58, Sinfonie in vier Bildern nach Byron (1886)
⢠5. Sinfonie e-Moll op. 64 (1888)
⢠6. Sinfonie h-Moll op. 74 âPathĂŠtiqueâ (1893)
⢠Sinfonie Es-Dur (1892), sogenannte 7. Sinfonie (Tschaikowski) o. op. (begonnen Mai 1892, abgebrochen November 1892), Skizzen verwendet fßr Klavierkonzert Nr. 3 op. 75 und Andante & Finale op. 79 sowie Scherzo-Fantasie op. 72, Nr. 10 (die Symphonie wurde in den 1950er Jahren von Semjon Bogatyrjew rekonstruiert und 1957 uraufgefßhrt)
Andere Orchesterwerke:
⢠Allegro vivo E-Dur fßr kleines Orchester (1863/1864)
⢠Allegro ma non tanto G-Dur fßr Streichorchester (1863/1864)
⢠Andante ma non troppo â Allegro moderato A-Dur fĂźr kleines Orchester (1863/1864)
⢠Agitato â Allegro c-Moll fĂźr kleines Orchester (1863/1864)
⢠Konzertouvertßre c-Moll (1865/1866)
⢠OuvertĂźre F-Dur fĂźr kleines Orchester (1865), fĂźr groĂes Orchester (1866)
⢠Dänische Ouvertßre D-Dur op. 15 ßber die dänische Nationalhymne (1866)
⢠Das Gewitter, Ouvertßre e-Moll zu Ostrowskis Drama Das Gewitter op. posth. 76 (1866/1867)
⢠Fatum, Sinfonische Dichtung in g-Moll op. posth. 77 (1868)
⢠Romeo und Julia, Fantasie-Ouvertßre nach Shakespeare (1869; umgearbeitet 1870 und 1880)
⢠Der Sturm, Fantasie in f-Moll nach Shakespeares Der Sturm op. 18 (1873)
⢠Suite aus dem Ballett Der Schwanensee op. 20 (1876)
⢠Slawischer Marsch b-Moll op. 31 (1876)
⢠Francesca da Rimini, Fantasie in e-Moll nach Dante op. 32 (1876/1877)
⢠Suite Nr. 1 d-Moll op. 43 (1878/1879)
⢠Capriccio Italien op. 45 (1880)
⢠Serenade C-Dur fßr Streichorchester op. 48 (1880)
⢠Ouverture solennelle â1812â, FestouvertĂźre op. 49 (1880; Finale fĂźr Klavier solo)
⢠Suite Nr. 2 C-Dur op. 53 âSuite charactĂŠristiqueâ (1883)
⢠Suite Nr. 3 G-Dur op. 55 (1884)
⢠KrÜnungsmarsch D-Dur (1883)
⢠Elegie zu Ehren von I. W. Samarin G-Dur (1884)
⢠Juristenmarsch D-Dur (1885)
⢠Suite Nr. 4 G-Dur op. 61 âMozartianaâ (1887), zitiert u. a die Gigue KV 574 und das Ave verum corpus (KV 618)
⢠Hamlet, Fantasie-Ouvertßre in f-Moll nach Shakespeare op. 67 (1888)
⢠Der Wojewode, Sinfonische Ballade in a-Moll op. posth. 78 (1891)
⢠Suite aus dem Ballett Der Nussknacker op. 71a (1892)
Werke fĂźr Soloinstrument und Orchester:
⢠Konzertstßck D-Dur fßr zwei FlÜten und Streichorchester (1863/1864)
⢠Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23 (1874/1875)
⢠SÊrÊnade mÊlancolique b-Moll fßr Violine und Orchester op. 26 (1875)
⢠Rokoko-Variationen A-Dur fßr Violoncello und Orchester op. 33 (1876/1877)
⢠Valse-Scherzo C-Dur fßr Violine und Orchester op. 34 (1878)
⢠Violinkonzert D-Dur op. 35 (1878)
⢠Klavierkonzert Nr. 2 G-Dur op. 44 (1879/1880; revidiert 1893)
⢠Konzertfantasie G-Dur fßr Klavier und Orchester op. 56 (1884)
⢠Pezzo capriccioso h-Moll fßr Violoncello und Orchester op. 62 (1887)
⢠Klavierkonzert Nr. 3 Es-Dur op. posth. (1893), erster Satz vollständig, zweiter und dritter Satz nur im originalen Auszug fßr zwei Klaviere, posthum herausgegeben als:
⢠Allegro Brillante op. 75 fßr Klavier und Orchester (1893), herausgegeben und bearbeitet von Sergei Tanejew
⢠Andante & Finale op. 79 fßr Klavier und Orchester (1893), instrumentiert von Sergei Tanejew
Kammermusik
⢠Adagio F-Dur fßr Bläseroktett (1863/1864)
⢠Allegro c-Moll fßr Klaviersextett (1863/1864)
⢠Adagio molto Es-Dur fßr Streichquartett und Harfe (1863/1864)
⢠Allegro vivace B-Dur fßr Streichquartett (1863/1864)
⢠Andante molto G-Dur fßr Streichquartett (1863/1864)
⢠Andante ma non troppo e-Moll fßr Streichquartett (1863/1864)
⢠Allegretto E-Dur fßr Streichquartett (1863/1864)
⢠Adagio C-Dur fßr Bläserquartett (1863/1864)
⢠Allegretto D-Dur fßr Streichtrio (1863/1864)
⢠Streichquartett B-Dur in einem Satz (1865)
⢠Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11 (1871)
⢠Serenade D-Dur zum Namenstag von Nikolai Rubinstein fßr FlÜte, zwei Klarinetten, Horn, Fagott und Streichquartett (1872)
⢠Streichquartett Nr. 2 F-Dur op. 22 (1874)
⢠Streichquartett Nr. 3 es-Moll op. 30 (1876)
⢠Drei StĂźcke fĂźr Violine und Klavier âSouvenir dâun lieu cherâ op. 42 (1878; orchestriert von Alexander Glasunow)
⢠Klaviertrio a-Moll âĂ la mĂŠmoire dâun grand artisteâ op. 50 (1881/1882)
⢠Streichsextett d-Moll âSouvenir de Florenceâ op. 70 (1890; revidiert 1891/1892)
Klavierwerke
Klavier zu zwei Händen
⢠Thema und Variationen a-Moll (1863/1864)
⢠Sonate cis-Moll op. posth. 80 (1865)
⢠Zwei StĂźcke op. 1 (1863â1867)
⢠Souvenir de Hapsal op. 2 (1867)
⢠Valse-Caprice D-Dur op. 4 (1868)
⢠Romanze f-Moll op. 5 (1868)
⢠Valse-Scherzo A-Dur op. 7 (1870)
⢠Capriccio Ges-Dur op. 8 (1870)
⢠Drei Stßcke op. 9 (1870)
⢠Zwei Stßcke op. 10 (1871)
⢠Sechs Stßcke op. 19 (1873)
⢠Sechs Stßcke ßber ein Thema op. 21 (1873)
⢠Die Jahreszeiten, zwÜlf Charakterstßcke op. 37a (1875/1876), orchestriert von Alexander Gauk; auch als op. 37b oder op. 37bis
⢠Marsch âFreiwillige Flotteâ C-Dur (1878)
⢠GroĂe Sonate G-Dur op. 37 (1878)
⢠Kinderalbum (Jugendalbum) op. 39 â 24 leichte StĂźcke (1878)
⢠ZwÜlf Stßcke op. 40 (1878)
⢠Sechs Stßcke op. 51 (1882)
⢠Impromptu-Caprice G-Dur (1884)
⢠Dumka, ukrainische Dorfszene c-Moll op. 59 (1886)
⢠Walzer-Scherzo A-Dur (1889)
⢠Impromptu As-Dur (1889)
⢠Avei passionnÊ e-Moll (1891?), Herkunft umstritten
⢠Militärmarsch B-Dur (1893)
⢠Achtzehn Stßcke op. 72 (1892)
⢠Nicht der Wind die Zweige rßttelt, Klaviersatz zu dem Volkslied (1893)
Klavier zu vier Händen
⢠Fßnfzig russische Volkslieder (1868/1869)
Vokalinstrumentale Werke
Singstimme und/oder Chor und Orchester
⢠Auf den kommenden Schlaf fßr gemischten Chor und Orchester c-Moll (1863/1864)
⢠An die Freude, Kantate fßr Solostimmen, Chor und Orchester nach Schiller (1865)
⢠Kantate zum Gedächtnis des 200. Geburtstages Zar Peter des GroĂen fĂźr Tenor, gemischten Chor und Orchester (1872)
⢠Kantate zum 50-Jahr-Jubiläum von O. A. Petrow fßr Tenor, gemischten Chor und Orchester nach N. A. Nekrassow (1875)
⢠Moskau, KrÜnungskantate fßr Mezzosopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester nach Maikow (1883)
Lieder
⢠Mein Genius, mein Engel, mein Freund â Fet (vor 1860)
⢠Semphiras Lied â Puschkin (Anfang der 1860er)
⢠Sechs Romanzen op. 6 (1869; die sechste Romanze basiert auf einer Ăbersetzung aus Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre ins Russische durch Lew Alexandrowitsch Mei)
⢠So schnell vergessen â Apuchtin (1870)
⢠Sechs Romanzen op. 16 (1875)
⢠Nimm mein Herz â Fet (1873)
⢠Sechs Romanzen op. 25 (1875)
⢠Sechs Romanzen op. 27 (1875)
⢠Sechs Romanzen op. 28 (1875)
⢠Ich wolltâ, meine Schmerzen ergĂśssen sich â Mey nach Heine (1875)
⢠Nicht lange mehr wandeln wir â Grekow (1875)
⢠Sechs Romanzen op. 38 (1878)
⢠Sechs Duette op. 46 (1880)
⢠Sieben Romanzen op. 47 (1880)
⢠Romeo und Julia, Szene mit Duett (1881), 1893 beendet und instrumentiert von S. Tanejew
⢠Sechzehn Kinderlieder op. 54 (1883)
⢠Sechs Romanzen op. 57 (1883)
⢠ZwÜlf Romanzen op. 60 (1886)
⢠Sechs Romanzen op. 63 (1887)
⢠Sechs Lieder op. 65 auf franzÜsischen Text (1888)
⢠Sechs Romanzen op. 73 auf deutschen Text (1893)
Vokalwerke
⢠Auf den kommenden Schlaf fßr gemischten Chor c-Moll (1863/1864)
⢠Hymn of the Cherubim fßr gemischten Chor (1878)
⢠Chor zum 50. Jahrestag der Rechtsschule fßr gemischten Chor B-Dur (1885)
⢠Der Engel jauchzt fßr gemischten Chor G-Dur (1887)
⢠Die goldene Wolke schlief fßr gemischten Chor f-Moll (1887)
⢠Gruà an A. Rubinstein fßr gemischten Chor C-Dur (1889)
⢠Die Nachtigall fßr gemischten Chor D-Dur (1889)
⢠Nicht der Kuckuck im feuchten Fichtenwald fßr gemischten Chor G-Dur (1891)
⢠Abend fßr dreistimmigen Männerchor G-Dur (1881)
⢠Glßckselig ist, wer lächelt fßr vierstimmigen Männerchor F-Dur (1887)
⢠Warum der Freuden Stimmen wehren? fßr Männerchor B-Dur (1891)
⢠Ohne Zeit fßr vierstimmigen Frauenchor e-Moll (1891)
⢠Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus, 14 Nummern fßr gemischten Chor op. 41 (1878)
⢠Nachtvesper, 17 ChÜre fßr gemischten Chor op. 52 (1881/1882)
⢠Neun KirchenchÜre fßr gemischten vierstimmigen Chor (1884/1885)
⢠Hymnus zu Ehren der Heiligen Cyrill und Methodius fßr gemischten Chor F-Dur (1885)
⢠Die Nacht fßr vier Solostimmen (SATB) mit Klavierbegleitung nach Mozarts Klavierfantasie KV 475 (1893)
Transkriptionen und Orchestrierungen
⢠Der Wojewode op. 3, fßr Gesang und Klavier (1868)
⢠Der Wojewode op. 3, Potpourri fßr Klavier (1868)
⢠Der Wojewode op. 3, fßr Klavier zu vier Händen (1868)
⢠Sinfonie Nr. 2 op. 17, fßr Klavier zu vier Händen (1872)
⢠Romanze op. 16 Nr. 5, fßr Klavier (vor 1873)
⢠Klavierkonzert Nr. 1 op. 23, fßr zwei Klaviere (1874)
⢠Der Opritschnik, fßr Gesang und Klavier (1874)
⢠Melancholische Serenade op. 26, fßr Violine und Klavier (1875)
⢠Slawischer Marsch op. 31, fßr Klavier (1876)
⢠Dänische Ouvertßre op. 15, fßr Klavier zu 4 Händen (1878)
⢠Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus op. 41 â fĂźr Klavier (1878)
⢠Orchestersuite Nr. 1 op. 43, fßr Klavier zu vier Händen (1878)
⢠Eugen Onegin, fßr Gesang und Klavier (1878)
⢠Klavierkonzert Nr. 2 op. 44, fßr zwei Klaviere (1880)
⢠Capriccio Italien op. 45, fßr Klavier zu 4 Händen (1883)
⢠Serenade op. 48, fßr Klavier zu 4 Händen (1880)
⢠Orchestersuite Nr. 2 op. 53, fßr Klavier zu vier Händen (1883)
⢠Mazeppa, fßr Gesang und Klavier (1883)
⢠Kinderlied op. 54 Nr. 5, fßr Gesang und Orchester (1884)
⢠Romanze op. 47 Nr. 7, fßr Gesang und Orchester (1884)
⢠Orchestersuite Nr. 3 op. 55, fßr Klavier zu vier Händen (1884)
⢠Moskau, fßr Gesang und Klavier (vor 1885)
⢠Pezzo capriccioso op. 62, fßr Violoncello und Klavier (1887)
⢠Die Zauberin, fßr Gesang und Klavier (1887)
⢠Andante cantabile, 2. Satz aus dem Streichquartett Nr. 1 op. 11, fßr Violoncello und Streichorchester (1888?)
⢠Nocturne op. 19 Nr. 4, fßr Violoncello und Orchester (1888)
⢠Duett op. 46 Nr. 6, fßr Gesang und Orchester (1888)
⢠Kinderlied op. 54 Nr. 5, fßr gemischten Chor a cappella (1889).
⢠Pique Dame op. 68, zwei Fassungen fßr Gesang und Klavier (1890)
⢠Jolanthe op. 69, fßr Gesang und Klavier (1892)
⢠Der Nussknacker op. 71, fßr Klavier (als op. 71b verÜffentlicht; 1892)
⢠Sinfonie Nr. 6 op. 74, fßr Klavier zu vier Händen (1893)
⢠Klavierkonzert Nr. 3 op. 75, fßr zwei Klaviere (1893)
⢠Weber: Menuetto capriccioso aus der Klaviersonate op. 39 Nr. 2, fßr Orchester (1863)
⢠Beethoven: Allegro der Violinsonate op. 47, fßr Violine und Orchester (1863/1864)
⢠Beethoven: 1. Satz aus der Klaviersonate op. 13 Nr. 2, fßr Orchester (1863/1864)
⢠Schumann: Adagio und Allegro brillante (Nr. 11 und 12 der Sinfonischen Etßden op. 13), fßr Orchester (1863/1864)
⢠Gungl: Le Retour, fßr Orchester (1863/1864; unvollendet)
⢠Dubuque: Maria-Dagmar, fßr Orchester (1886)
⢠Dubuque: Liebeserinnerung, fßr Klavier zu vier Händen (1866/1867)
⢠Dargomyschski: Kasatschok, fßr Klavier (1867)
⢠Auber: Ergänzungen zur Oper Le domino noir (1868)
⢠Fßnfzig russische Volkslieder, fßr Klavier zu vier Händen (1869)
⢠Rubinstein: Iwan der Schreckliche, fßr Klavier zu vier Händen (1869)
⢠Stradella: O del mio dolce ardor, fßr Gesang und Orchester (1870)
⢠Cimarosa: Terzett aus der Oper Il matrimonio segreto, fßr Orchester (1870?)
⢠Rubinstein: Don Quixote, fßr Klavier zu vier Händen (1871)
⢠Kinderlieder auf russische und ukrainische Melodien, fßr Gesang und Klavier (1872 und 1877)
⢠Haydn: Gott erhalte Franz den Kaiser, fßr Orchester (1874?)
⢠Schumann: Ballade fßr Heideknaben op. 122 Nr. 1, fßr Sprecher und Orchester (1874)
⢠Liszt: Der KÜnig von Thule, fßr Gesang und Orchester (1874)
⢠Gaudeamus igitur, fßr Männerchor mit Klavierbegleitung (1874)
⢠Mozart: Figaros Hochzeit, Ănderungen einiger Rezitative (1875)
⢠Dargomyschski: Die goldene Wolke schlief, fßr Gesangsterzett (STB) und Orchester (1876)
⢠Glinka: Slawsja (Chor aus Ein Leben fßr den Zaren), fßr Unisono-Chor und Streichorchester (1883)
⢠Laroche: Fantasie-Ouvertßre aus Marmosina, fßr Klavier und Orchester (1888)
⢠Menter: Ungarische Zigeunerweisen, fßr Klavier und Orchester (1892/1893)
⢠Valse-Scherzo C-Dur op. 34, fßr Violine und Klavier
⢠Liszt: Orchestrierung des Klavierkonzerts im ungarischen Stil
Fragmente und verlorene Werke
⢠Anastasie-Valse fßr Klavier (1854), verloren
⢠Mezza notte, Lied fßr hohe Stimme auf italienischen Text (Anfang der 1860er), verloren
⢠Nah dem Flusse, nah der Brßcke fßr Klavier (1862), verloren
⢠Die RÜmer im Colosseum, Schauspielmusik (1863/1864), verloren
⢠Boris Godunow, Schauspielmusik zu einer Szene nach A. S. Puschkin (1863/1864), verloren
⢠Oratorium fßr Solostimmen, gemischten Chor und Orchester (1863/1864), verloren
⢠Allegro f-Moll fßr Klavier (1863/1864), Skizzen
⢠Charaktertänze, als âTänze und Landmädchenâ in die Oper Der Wojewode aufgenommen (1865), verloren
⢠Eine verwickelte Geschichte, Schauspielmusik zum Lustspiel P. S. Fedorows (1867), verloren
⢠Der Wojewode, Oper in drei Akten nach A. N. Ostrowski op. 3 (1867/1868; Libretto: A. N. Ostrowski und P. I. Tschaikowski; Urauffßhrung: Moskau 1869), erhalten sind: Ouvertßre, Zwischenaktmusik und Ballettmusik, rekonstruiert von P. A. Lamm und W. J. Schebalin
⢠Undine, Oper in 3 Akten (1869; Libretto: W. A. Sollogub; Urauffßhrung der Fragmente: Moskau 1870), vernichtet, einige Teile in anderen Kompositionen verwendet
⢠Mandragora, Oper nach S. A. Ratschinski (1869/1879), erhalten ist nur der âChor der Blumen und Insektenâ fĂźr Chor und Orchester
⢠Natur und Liebe fßr zwei Soprane, Alt, Frauenchor und Klavier Ges-Dur (1870), verloren
⢠Die blauen Frßhlingsaugen, Lied nach Heine (1873), verloren
⢠Trauermarsch auf Motive aus der Oper Der Opritschnik fßr Klavier (1877), verloren
⢠Die Fee, Schauspielmusik zum Bßhnenstßck von O. Felier, Wiegenlied und Walzer (1879), verloren
⢠Montenegro, Musik zum lebenden Bild âVerlesung des Manifestes zur Kriegserklärung RuĂlands an die TĂźrkeiâ, fĂźr kleines Orchester (1880), verloren
⢠Kantate fßr vierstimmigen Frauenchor a cappella (1880).
⢠Romeo und Julia, Oper nach Shakespeare (Anfang der 1880er), begonnen wurde nur ein Duett von Romeo und Julia, das stellenweise auf Musik der gleichnamigen Orchesterfantasie basiert, Vollendung des Duetts durch Sergei Tanejew (1894)
⢠Konzertstßck fßr FlÜte und Orchester (1883), einige Themen
⢠DornrÜschen, Suite fßr Orchester (1889/1890), Skizzen
⢠Sinfonie Es-Dur (1891/1892), unvollendet, nur der erste Satz instrumentiert, Sätze 1, 2 und 4 op. 75 und op. 79, 3. Satz Scherzo-Fantasie op. 72 Nr. 10 fßr Klavier, instrumentiert (1955) von S. Bogatyrijew und als Sinfonie Nr. 7 herausgegeben
⢠Momento lirico (Impromptu) fßr Klavier As-Dur (1892/1893), vollendet von Sergei Tanejew
⢠Frßhling, Frauenchor a cappella, verloren
Rezeption
Nach ihm benannt ist einer der wichtigsten internationalen Wettbewerbe fĂźr junge Musiker, der alle vier Jahre in Moskau ausgetragen wird, der Tschaikowski-Wettbewerb.
Das Tschaikowski-Museum in Klin, erÜffnet 1894, ist die älteste Musiker-Gedenkstätte Russlands.
In Russland wurde die Stadt Tschaikowski und im ukrainischen Kiew die Nationale Musikakademie der Ukraine Peter Tschaikowski nach ihm benannt. Ferner tragen der Asteroid (2266) Tchaikovsky und der Mount Tchaikovsky auf der Alexander-I.-Insel in der Antarktis seinen Namen.
Tschaikowski wird im Rock-ânâ-Roll-Klassiker Roll Over Beethoven (1956) und in diversen Rocksongs erwähnt, z. B. Let There Be Rock von AC/DC (1977) oder Disco in Moskau von den Toten Hosen (1986).
Er wurde auf einer modernen russischen GoldmĂźnze verewigt.
Hunderte von Briefen Tschaikowskis, die seine Homosexualität belegen, wurden in Russland lange nicht verÜffentlicht.cite-ref-sz-1762744-27-0[27]
Die Materialien und Sammelstßcke des ehemaligen Tschaikowsky-Studios (Hamburg), das von 1952 bis 1975 von Louisa von Westernhagen aufgebaut und betreut wurde,cite-ref-28[28] befinden sich in der Universitätsbibliothek Tßbingen (Signatur: Mk 94).
Filme
1. Tschaikowski (ЧаКкОвŃкиК, Sowjetunion 1969), Regie: Igor Wassiljewitsch Talankin mit Innokenti Michailowitsch Smoktunowski als Tschaikowski
2. Tschaikowsky â Genie und Wahnsinn (The Music Lovers, GroĂbritannien 1970), Regie Ken Russell, Film von Melvyn Bragg mit Richard Chamberlain als Tschaikowsky und Glenda Jackson als seine Frau.
3. Es war eine rauschende Ballnacht (Deutschland 1939), Regie Carl Froelich, Film mit Hans StĂźwe als Tschaikowsky und Zarah Leander als seine Geliebte.
4. Tchaikovskyâs Wife (Frankreich 2022), Regie: Kirill Serebrennikow
Literatur
⢠Literatur von und ßber Pjotr Iljitsch Tschaikowski im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Nina Berberova: Tschaikowsky. Biographie auf der Grundlage von Briefen (Dt. von A. Kamp), Claassen, 1989, ISBN 3-546-41297-4.
⢠David Brown: Artikel âTchaikovskyâ. In: Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians. London 1980ff, 626ff.
⢠Susanne Dammann: Gattung und Einzelwerk im symphonischen Frßhwerk Cajkovskijs. Stuttgart 1996.
⢠Constantin Floros: Peter Tschaikowsky. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2006, ISBN 3-499-50668-8.
⢠Edward Garden: Tschaikowsky, Leben und Werk. Stuttgart 1986.
⢠Kadja GrĂśnke: Frauenschicksale in Äajkovskijs PuĹĄkin-Opern. Aspekte einer Werke-Einheit. In: Äajkovskij-Studien, Band 5, im Auftrag der Tschaikowsky-Gesellschaft Klin/TĂźbingen, Hrsg. Thomas Kohlhase, Schott, Mainz 2002, ISBN 3-7957-0448-0.
⢠Kadja GrĂśnke: Äajkovskijs Tod â ein kritischer Literaturbericht. (PDF) 1995, abgerufen am 27. Juni 2016.
⢠Everett Helm: Peter I. Tschaikowsky. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1976, ISBN 3-499-50243-7.
⢠Karl Hruby: Peter Tschaikowsky. Eine monographische Studie. Seemann Nachfolger, Leipzig 1902.
⢠Iwan Knorr: Peter Iljitsch Tschaikowsky (= BerĂźhmte Musiker. Band 11). âHarmonieâ Verlagsgesellschaft fĂźr Literatur und Kunst, Berlin 1900 (Digitalisat).
⢠Thomas Kohlhase: EinfĂźhrungen in ausgewählte Werke Petr IlĘšiÄ Äajkovskijs (= Äajkovskij-Studien, Bd. 2). Schott, Mainz 1996, ISBN 3-7957-0324-7.
⢠Thomas Kohlhase (Hrsg.): Alexander Poznansky: Äajkovskijs Homosexualität und sein Tod: Legenden und Wirklichkeit. Schott, Mainz 1998, ISBN 3-7957-0341-7.
⢠Thomas Kohlhase: Das ehemalige Tschaikowsky-Studio (Hamburg 1952â1975) und seine Leiterin Louisa von Westernhagen. Eine Dokumentation. In: Mitteilungen â Tschaikowsky-Gesellschaft, 2014, Band 21, Heft 2. PDF
⢠Malte Korff: Tschaikowsky: Leben und Werk. Deutscher Taschenbuch-Verlag, Mßnchen 2014, ISBN 978-3-423-28045-7.
⢠Klaus Mann: Symphonie PathĂŠtique â Ein Tschaikowsky-Roman. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1981, ISBN 3-499-22478-X.
⢠Alexandra Orlova: Tchaikovsky: The Last Chapter. In: Music & Letters. Band 62, Nr. 2, 1981, S. 125â145.
⢠Nikolai van der Pals: Tschaikowsky. Athenaion, Potsdam 1940.
⢠Dorothea Redepenning: Peter Tschaikowsky. C.H. Beck, Mßnchen 2016, ISBN 978-3-406-68810-2.
⢠John Suchet: Tchaikovsky: the man revealed. Elliot and Thompson 2018, ISBN 978-1-78396-383-6.
⢠Vladimir Volkoff: Tchaïkovsky. Julliard, Paris 1983.
⢠Roland John Wiley: Tchaikovsky. Oxford Univ. Press, Oxford / New York NY u. a. 2009, ISBN 978-0-19-536892-5.
Weblinks
Commons
: Pjotr Iljitsch Tschaikowski
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Pjotr Iljitsch Tschaikowski im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von und ßber Pjotr Iljitsch Tschaikowski in der Deutschen Digitalen Bibliothek
⢠Biografie des Juristen Tschaikowski. (Memento vom 22. August 2010 im Internet Archive) Seiten des Boorberg-Verlags, Stand 22. August 2010.
⢠Tchaikovsky Research
⢠Gay Love-Letters from Tchaikovsky to his Nephew Bob Davidov. rictornorton.co.uk
⢠Music Analysis. Aspects on sexuality and structure in the later symphonies of Tchaikovsky. JSTOR.
⢠Tschaikowsky-Gesellschaft.de
Noten und HĂśrproben
⢠Noten und Audiodateien von Tschaikowski im International Music Score Library Project
⢠Kreusch Sheet Music Sammlung von Tschaikowskis Klavierwerken
⢠Werkausschnitt: Sinfonie Nr. 5, Historische Aufnahme vom 8. Mai 1930 (Deutsches Rundfunk-Archiv)
⢠Classic Cat â Tchaikovsky mp3s
⢠AuffĂźhrungen (Live) â aktuelle AuffĂźhrungen der Werke von Peter Tschaikowski (Live)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Duden gibt zu Tschaikowsky an: âeigene Schreibung des Komponisten, nach Ăźblichem Transkriptionssystem eigentlich Tschaikowskiâ. In deutschsprachiger Literatur sind beide Schreibweisen gebräuchlich, wobei die Schreibweise mit -y Ăźberwiegt. Im international orientierten Handel mit CDs und Musikalien sind Schreibweisen auf -y Ăźblich: Tschaikowsky oder englisch Tchaikovsky. Daneben gibt es seltenere Schreibvarianten, z. B. Tschaikowskij.
cite-note-22. â Tchaikovskyâs Ukrainian heritage should be celebrated (English) The Guardian, abgerufen am 11. Mai 2022
cite-note-33. â Fanny DĂźrbach - Tchaikovsky Research. Abgerufen am 15. Juli 2022.
cite-note-buch-ilxfk6e2pp0c-275-44. â Alexander Poznansky: Tchaikovsky Through Others' Eyes. Indiana University Press, 1999, ISBN 0-253-33545-0, S. 275. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
cite-note-buch-he-ip7mkb3ic-6-55. â David Brown: Tchaikovsky: The Man and His Music Pegasus Books, ISBN 978-1-933648-30-9, S. 6 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
cite-note-66. â Jochen Haeusler: Die NĂźrnberger Hofmusikanten von St. Petersburg. In: Mitteilungen des Vereins fĂźr Geschichte der Stadt NĂźrnberg. Band 94 (2007), S. 131â159. Darin Kapitel 3.4.3: Rudolf KĂźndinger (1832â1913). S. 151â154.
cite-note-nzz-578306-77. â Tschaikowsky kritisch gelesen. In: nzz.ch. 2. November 2007, abgerufen am 31. Dezember 2014.
cite-note-88. â Jonathan Carr: Der Wagner-Clan. Hoffmann und Campe, Hamburg 2009, ISBN 978-3-455-50079-0, S. 56.
cite-note-91. Bayerischer Rundfunk: Was heute geschah â 13. August 1876: Peter Tschaikowsky besucht die ersten Bayreuther Festspiele | BR-Klassik. 26. April 2022, abgerufen am 12. August 2024.
cite-note-buch-oa6lnw3chmkc-15-1010. â Alexander Poznansky: Tchaikovskyâs last days. A documentary study. Oxford University Press, 1996, S. 15 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1111. â Oskar von Riesemann-MĂźnchen: Ein neuer Beitrag zur Biographie P. I. Tschaikowskijs. In: Die Musik. XVII/1 (Oktober 1924), S. 26â42.
cite-note-1212. â Antonina Tschaikowskaja: âSich selbst nannte er âeine Mischung aus Kind und Greisââ (Die Erinnerungen der Witwe Tschaikowskys aus dem Jahre 1893). In: Mitteilungen der Tschaikowsky-Gesellschaft. 1, 1994, S. 17â27, abgerufen am 28. März 2016.
cite-note-helm-62-1313. â Everett Helm: Peter I. Tschaikowsky. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1976, ISBN 3-499-50243-7, S. 62.
cite-note-1414. â Everett Helm: Peter I. Tschaikowsky. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1976, ISBN 3-499-50243-7, S. 63.
cite-note-1515. â Everett Helm: Peter I. Tschaikowsky. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1976, ISBN 3-499-50243-7, S. 63â64.
cite-note-1616. â Everett Helm: Peter I. Tschaikowsky. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1976, ISBN 3-499-50243-7, S. 64.
cite-note-1717. â Everett Helm: Peter I. Tschaikowsky. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1976, ISBN 3-499-50243-7, S. 62â64.
cite-note-1818. â Tschaikowsky-Gesellschaft - Deutschland. Abgerufen am 17. Januar 2025.
cite-note-kagr-1919. â GrĂśnke, Kadja: Äajkovskijs Tod â ein kritischer Literaturbericht. (PDF) S. 39, abgerufen am 27. Oktober 2016.
cite-note-kagr41-2020. â GrĂśnke, Kadja: Äajkovskijs Tod â ein kritischer Literaturbericht. (PDF) S. 41, abgerufen am 27. Oktober 2016.
cite-note-2121. â Alexandra Orlova: Tchaikovsky: The Last Chapter. In: Music & Letters. 62, Nr. 2 1981, S. 125â145.
cite-note-2222. â David Brown: Tchaikovsky. In: Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians. Band 18, London 1980ff, Sp. 626â627.
cite-note-2323. â Alexander Poznansky: Tschaikowskys Tod. Geschichte und Revision einer Legende. Schott, Mainz 1998, ISBN 3-254-08373-3.
cite-note-2424. â Thomas Kohlhase (Hrsg.): Axelxander Poznansky: Äajkovskijs Homosexualität und sein Tod. Legenden und Wirklichkeit. Schott, Mainz 1998, ISBN 3-7957-0341-7.
cite-note-2525. â Gerhard BĂśhme: Medizinie Porträts berĂźhmter Komponisten.Gustav Fischer, Stuttgart 1981, ISBN 3-437-10689-9, Kapitel: Peter Iljitsch Tschaikowski 1840â1893.
cite-note-2626. â Andreas Otte, Konrad Wink: Kerners Krankheiten groĂer Musiker. Schattauer, Stuttgart 2008, Kapitel: Peter Tschaikowsky
cite-note-sz-1762744-2727. â Tim Neshitov: Homophobie und Kultur in Russland â KĂźnstler schweigen. In: sueddeutsche.de. 5. September 2013, abgerufen am 31. Dezember 2014.
cite-note-2828. â Thomas Kohlhase: Das ehemalige Tschaikowsky-Studio. In: Tschaikowsky-Gesellschaft. Januar 2014, abgerufen am 17. Januar 2025.